Familienforschung-Freisewinkel

Freisewinkel, Fresewinkel, Friesewinkel: Namen mit märkisch-bergischen Wurzeln

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Aktuelles

02.12.2022 Am Mittag sollte der Künstler Gunter Demnig den Stolperstein für Wilhelm Freisewinkel vor dem Haus Fritz-Ebert-Ring 37 in Welper verlegen. Da die quadratischen Messingtafeln  für die heutigen sechs Verlegungen in Hattingen aber aus logistischen Gründen nicht verfügbar waren, konnte Gunter Demnig lediglich symbolisch einen Basaltstein als Platzhalter einsetzen. Trotzdem war die  kurze Zeremonie, in der das Schicksal des Opfers noch einmal geschildert wurde, sehr würdevoll und erfüllte die Anwesenden mit der Genugtuung, dass Wihelm Freisewinkel nicht vergessen ist. (NB: Sobald die Messingtafel des Stolpersteins verlegt ist, werden wir darüber informieren.)

30.11.2022 Heute Abend fand die Gedenkstunde als Einführung zur diesjährigen Verlegung von sechs Stolpersteinen in Hattingen statt. Im großen Sitzungssaal des Rathauses stellte Stadtarchivar Thomas Weiß  die Lebensläufe der Opfer den ca. 40 Besuchern vor. Christian F. Seidler fand 2009 die ersten Hinweise auf Wilhelm Freisewinkel als Euthanasie-Opfer. Seit 2020 hat er umfangreiche Recherchen durchgeführt und die Ergebnisse jetzt in dem Aufsatz Wilhelm Freisewinkel (1910-1941) Opfer der Krankenmorde in der Zeit des Nationalsozialismus veröffentlicht. Außerdem hat er die Patenschaft für den Stolperstein übernommen, der an Wilhelm Freisewinkel erinnern wird.

28.09.2022 Das Projekt Familienforschung-Freisewinkel bewirbt sich um den Heimat-Preis der Stadt Hattingen 2022. Der Heimatpreis ist eine Initiative der Landesregierung NRW, die die Mittel für die Förderung von ehrenamtlichem Engagement und innovativen, nachahmenswerten Projekten zum Thema "Heimat" in Kreisen, Städten und Gemeinden zur Verfügung stellt. Der Begriff Heimat verweist zumeist auf eine Beziehung zwischen Mensch und Raum. Neben den engen Zusammenhängen zwischen Familien-, Orts- und Regionalgeschichte stellt das Projekt Familienforschung-Freisewinkel in seinen Veröffentlichungen auch die kulturellen Einflüsse dar, die von dieser Familie ausgingen. Das Projekt bewirbt sich mit zwei aktuellen Arbeiten um den Heimatpreis:

1. Der Biografie von Wilhelm Freisewinkel. An das Opfer der NS-Euthanasie wird im Dezember durch die Verlegung eines Stolpersteins erinnert. Die Stolpersteine des Künstlers Gunter Demnig  gelten als das größte dezentrale Mahnmal der Welt.

2. Der Biografie von Erwin Freisewinkel, NS-Staatsanwalt und Talsperrenkommandant der Möhnetalsperre von 1943 bis 1945. Veröffentlichung im Märkischen Jahrbuch für Geschichte, Band 121, der nun Anfang 2023 erscheinen soll.

Mit beiden Veröffentlichungen zeigen wir exemplarisch, wie sehr der Nationalsozialismus auch im märkischen Raum das Leben der betroffenen Menschen bestimmte. Selbst innerhalb des Familienverbands reichten die Extreme vom Opfer bis zum überzeugten Nazi.

01.08.2022 Der Aufsatz "Die Prozesse gegen Andreas Dilchert" steht ab sofort auch zum Download als eBook zur Verfügung. Weitere Infos unter Veröffentlichungen.

26.02.2022 Die Datenbank Familienforschung-Freisewinkel bei GEBAS hat inzwischen über 150.000 Seitenaufrufe zu verzeichnen.  Durch die Meta-Abfragen, bei denen alle bei GEDBAS eingestellten Datenbanken gleichzeitig abgefragt werden, erhalten die Nutzer nicht nur sämtliche zu einer bestimmten Person oder Familie vorhandenen Datensätze, sondern sehen zugleich auch deren Einsender.So lassen sich die eigenen Forschungsergebnisse mit denen anderer Genealogen vergleichen, synchronisieren und ggf. gemeinsam weiter vorantreiben. GEDBAS ist deshalb für die Familienforschung-Freisewinkel von unschätzbarem Wert.  

23.12.2021 Das heutige Datenbank-Update ist das letzte für dieses Jahr. Es wurde wie üblich vorab der Plausibilitätsprüfung mit dem von Dirk Böttcher (Ahnenblatt.de) entwickelten Algorithmus unterzogen und enthält  fast 3.400 Freisewinkel-Nachkommen.

08.12.2021 Sicherheit im Internet hat inzwischen auch für private Homepages große Bedeutung, deshalb ist www.Familienforschung-Freisewinkel.de ab heute mit Hyper Text Transfer Protocol Secure (https) verschlüsselt. Das Schloss-Symbol in der Adresszeile Ihres Browsers weist darauf hin.

01.11.2021 Das LVR-Institut für Landeskunde Regionalgeschichte behandelt auf seiner Website den Kotten Freisewinkel. Die Autorin des Beitrags Charlotte Rein, die beim LVR u.a. auch die Herkunft und Bedeutung von rheinischen Orts- und Gewässernamen untersucht , bezieht sich gleich mehrfach auf zwei Aufsätze von Peter Kuhweide und Christian F. Seidler. Für die beiden Autoren ist diese Referenzierung  eine Anerkennung ihrer Forschungsergebnisse zur Hof- und Namensgeschichte Freisewinkel.   

 02.08.2021 Der Provider für den bisherigen Webcounter auf der Intro-Seite hat seinen Dienst eingestellt. Das Script für den Counter auf der Startseite wurde deshalb ersatzlos entfernt.

14.05.2021 Update der Datenbank hochgeladen.

30.04.2021 Christian F. Seidler hat seinen neuen Aufsatz veröffentlicht. "Die Prozesse gegen Andreas Dilchert" stehen ab sofort zum Downlaod bereit.

12.03.2021 Vor einigen Monaten entdeckte Christian F. Seidler bei den Recherchen zur Neufassung der Biographie über Karl Tilgert die Gerichtsakten der Prozesse aus den 1830er Jahren gegen dessen Großvater im Hessischen Staatsarchiv Marburg. Unter dem vorläufigen Titel  "Die Prozesse gegen Andreas Dilchert vor dem Ober-Appellations-Gericht Kassel " soll in Kürze Seidlers Aufsatz über den hessischen Kleinbauern erscheinen, dessen Leben außer Kontrolle geriet und tragisch endete. 

01.02.2021 Im Januar kam Band 120 des Märkischen Jahrbuch für Geschichte heraus, der den Aufsatz über Wilhelm Sombart enthält.

30.12.2020 Das Projekt Familienforschung-Freisewinkel wünscht allen Besuchern dieser Website Glück, Gesundheit und Gottes Segen für das Neue Jahr.
Wir beenden das alte Jahr mit dem schon traditionellen Datenbank-Update, auch wenn 2020 der Schwerpunkt der genealogischen Arbeit nicht auf Breitenforschung, sondern auf sechs thematisch sehr unterschiedlichen Veröffentlichungen lag, von denen die letzte nächsten Monat erscheinen soll. 

10.12.2020 Christian F. Seidler hat bis jetzt vier literarische Figuren namens Freisewinkel entdeckt. In seinem Essay Freisewinkel - ein Name für Geschichten stellt er sie vor und geht zugleich der Frage Zufall oder Bedeutung nach.

24.11.2020 Das neueste Update der Datenbank enthält neben einigen Detailergänzungen nun auch die Abstammung des Uffz. Karl Freisewinkel (*1913), der 1940 beim Absturz einer Ju 88 bei Weilheim an der Teck ums Leben kam. Geklärt ist auch, dass Gerd Freisewinkel, der 1938 geborene Sohn von Ernst Freisewinkel und Ida Striebeck ist. (Die Seiten <Personenidentifizierung> und <Suchliste> unter dem Menüpunkt <Datenbank> wurden entsprechend aktualisiert.)

03.09.2020 Neueste Entdeckung: Der deutsche Filmemacher, Fernsehproduzent, Schriftsteller und Drehbuchautor Alexander Kluge ersann die fiktive Figur des Horst Freisewinkel. In dem Entwurf für einen Film unter dem Titel "Drei Frauen - Mitten im Sumpf - Hunger nach Sinn" schildert Kluge Freisewinkel als Gewerkschafter, der eigentlich einen schweren Betriebsunfall eines italienischen Leiharbeiters aufklären will, statt dessen aber ein Verhältnis mit Monika Willuch, der mehrfach verheirateten und geschiedenen Pächterin der Leiharbeitsfirma beginnt. Der Drehbuchentwurf erschien 1973 in einem Band mit drei unveröffentlichten Filmentwürfen unter dem Titel "Gelegenheitsarbeit einer Slavin: Zur realistischen Methode" bei der Edition Suhrkamp.  

26.06.2020 Nachdem in diesem Jahr der Aufsatz über die Schleiferfamilie Nippus im Märkischen Jahrbuch für Geschichte erschienen ist, wird Christian F. Seidler dort  Anfang nächsten Jahres den Aufsatz "Wilhelm Sombart - ein  bewegtes Leben von der Ruhr bis an den Missouri River" veröffentlichen. Wilhelm Sombart (1796-1881) war der uneheliche Sohn von Johann Wilhelm Sombart, Herr auf Haus Bruch, und seiner Haushälterin Helena Catharina Nippus. Er machte das Abitur in Dortmund, studierte Ingenieurwissenschaften in Berlin und kämpfte als Freiwilliger Jäger unter Marschall Blücher bei Ligny gegen Napoleon. Nach dem Ende Befreiungskriege wurde er preußischer Wegebaukondukteur zunächst im Regierungsbezirk Arnsberg, später in Aachen. Er schied 1825 aus dem Dienst, betrieb dann ein Gasthaus in Siegburg und wanderte 1837 im Alter von fast 41 Jahren mit seiner Familie nach Boonville, Missouri, aus. Dort starb er hochangesehen 1881 und hinterließ eine große Familie, die vier Generationen lang die von Siedlern gegründete Kleinstadt im Mittleren Westen der USA mit prägte. 

22.04.2020 Wilhelm Freisewinkel wurde 1941 Opfer der NS-Euthanasie, weil er an den Folgen einer schweren Gehirnentzündung litt. Sein trauriges Schicksal wird in einer detaillierten, sehr persönlichen Biografie geschildert, die deren Autor Christian F. Seidler vorerst nur Angehörigen zugänglich macht. Momentan ist auch noch ungewiss, ob die Verlegung eines Stolpersteins im Rahmen der vom Stadtarchiv Hattungen geplanten dritten Aktion mit dem Künstler Gunter Demnig stattfinden kann. Kommt es dazu, ist die Veröffentlichung einer für die Allgemeinheit bestimmten Fassung der Biografie über Wilhelm Freisewinkel in de Reihe Stolpersteine für Hattingen vorgesehen.

13.04.2020 Mehr als zehn Jahre hat Christian F. Seidler  zu Karl Julius Freisewinkel (1890-1947) geforscht, bis er jetzt das Lebensbild des kaiserlichen Seesoldaten und späteren Plantagenbesitzers veröffentlichen konnte. Karl Julius geriet schon im August 1914 in japanische Kriegsgefangenschaft  und wanderte nach seiner Entlassung im Dezember 1919 nach Niederländisch-Indien aus. Dort gründete eine Familie und erlebte glückliche Jahre. Doch 1941 wurde Karl Julius erneut gefangen genommen. Als Deutscher wurde er interniert und nach Indien verbracht. Bei seiner Rückkehr 1947 war seine Welt endgültig zerbrochen. - Der Autor verbindet die von Sylvia de Wolf-Karssen geschilderten Familienerinnerungen an Karl Julius (ihr Großvater mütterlichereits) mit zahlreichen Informationen aus historischen Quellen zu einer vielschichtigen Biografie, die ab sofort zum Download bereitsteht.

01.04.2020 In der gestrigen Ausgabe der WAZ erschien ein Artikel über Band 119 des Märkischen Jahrbuchs für Geschichte unter dem Titel Der Messerschleifer vom Paasbach, der sich auf den Aufsatz von Peter Kuhweide und Christian F. Seidler zur Schleiferfamilie Nippus bezieht.

01.02.2020 Soeben ist der 119. Band des Märkischen Jahrbuchs für Geschichte erschienen, in dem Peter Kuhweide und Christian F. Seidler ihren Aufsatz "Die Schleiferfamilie Nippus in Sprockhövel" veröffentlichen.

25.01.2020 Christian F. Seidler hat heute seinen Aufsatz Die Figur des Karl Ludwig Freisewinkel in der Erzählung "Fundsachen" von Martin Gregor-Dellin online gestellt, nachdem er kurz zuvor zufällig auf dieses literarische Schachtelspiel gestoßen ist.

18.12.2019 Eben wurde das Datenbank-Update 2019.2 bei GEDBAS hochgeladen. Der Grund für die seltener werdenden Aktualisierungen liegt darin, dass die Dokumentationslücken aus dem 20. Jahrhundert immer schwieriger zu schließen sind. Offizielle Datenquellen der Standesämter und Kirchengemeinden stehen aus Datenschutzgründen nur eingeschränkt zur Verfügung. Zugleich gibt es immer weniger neue Kontakte zu Familienangehörigen, was darauf zurückzuführen ist, dass wir mit den meisten Namensträgern bereits im Dialog stehen. Das Update enthält trotzdem eine Reihe von Ergänzungen und wurde wieder eingehend auf Datenkonsistenz geprüft.

19.11.2019 Heute wurde für Familienforschung-Freisewinkel.de der 9000. Seitenaufruf gezählt. Für unsere private Homepage im 11. Jahr ihres Bestehens kein schlechtes Ergebnis.

19.08.2019 Der märkische Name Freisewinkel hat es jetzt zu einer Erwähnung auf der Internetseite des LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte gebracht. Wir freuen uns, dass die Fachabteilung Sprache der erstmals 2013 von Peter Kuhweide und Christian F. Seidler veröffentlichten onomastischen Untersuchung uneingeschränkt folgt.

11.07.2019 Anfang 2020 wird der Beitrag "Die Schleiferfamilie Nippus in Sprockhövel"  im Märkischen Jahrbuch für Geschichte (Band 119) erscheinen. Damit schließt Christian F. Seidler seine kleine Reihe familien- und wirtschaftsgeschichtlicher Aufsätze ab. Der Aufsatz über die Messerschleifer Nippus,  der zusammen mit Peter Kuhweide als Co-Autor entstand, zeigt wie schon die Arbeit über die Hammerschmiede Ibach auf, dass Zuwanderung für die Entwicklung bedeutender märkischer Wirtschaftszweige eine wichtige Rolle spielte. War Peter Ibach 1675 aus dem bergischen Remscheid nach Sprockhövel gekommen, um dort den ersten Reckhammer in der Mark zu errichten, so zog der Messerschleifer Henricus Nippus mit seiner Frau Catharina Margaretha Dinger und zahlreichen Kindern 1760/62 aus Solingen-Wald in die Bauerschaft Niederstüter, um dort seinen Schleifkotten zu errichten. Ihr Sohn Henricus II. übersiedelte von Niederstüter, das zu jener Zeit nach Hattingen eingepfarrt war, nach Niedersprockhövel. Dort erhielt er am 12. Juni 1783 für einen Kotten am Pleßbach zusammen mit Wilhelm Stöckerhoff die Schleifkotten-Gerechtigkeit. Angehörige der Familie Nippus-Stöckerhoff betrieben diesen Kotten über vier Generationen bis zu dessen endgültiger Schließung im Jahr 1943. 

08.03.2019 Etwas verspätet erschien diese Woche das Märkische Jahrbuch für Geschichte (Band 118) mit dem dreißigseitigen Aufsatz "Freisewinkel am Vogel".

23.01.2019 Heute vor zehn Jahren ging diese Internet-Präsenz online. Zum Jubiläum gibt es nicht nur ein Update der Datenbank mit über 50 Ergänzungen und Neueinträgen, sondern auch den Beweis der Abstammung von Johann Peter Friesewinkel hinterm Felde in Gennebreck, der am 2. Juli 1746 in Elberfeld Anna Gerdraut Thomas heiratet. Durch Paten- und Wohnortvergleiche steht nunmehr fest, dass er der Sohn von Johann Melchior Friesewinkel und Anna Catrina Lünenschloss ist.

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